It’s just magic in a box – Part 2

It’s just magic in a box – Part 2
April 5, 2019 Andreas Gloge

Über zwei Jahre ist es her, dass ich einen langen Blog über Serien geschrieben habe: It’s just Magic in a box

Hier nun eine Fortführung einiger Serien sowie kurze Kommentare zu neuen Serien, die unbedingt geschaut werden wollten und zu denen ich nicht Nein sagen konnte. Wieviel Lebenszeit mich das gekostet hat, mag ich mir gar nicht zusammenrechnen… Aber ich habe gezittert, gefiebert, gelacht und geweint. Und das ist die Magie des Lebens, sei es durch die eigene Geschichte erzählt oder durch die Geschichten anderer…

 


 

After Life

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Ricky Gervais an sich ist nicht immer ein Garant für gelungene tragisch-komisch-kritische Storys (siehe „Derek“ oder „Life’s too short“), aber mit After Life übertrifft er endlich „The Office“ oder „Extras“. Eine berührende Geschichte über Tony, einen Mann, der in einem englischen Kaff als Lokalreporter arbeitet und den Tod seiner Frau nicht verkraftet. Er hat nichts mehr zu verlieren, also sagt er ohne Filter jedem seine Meinung ins Gesicht. Das geht natürlich nicht lange gut. Nur langsam gewinnt Tony Lebenswillen und Lebenslust zurück. Tolle Schauspieler und wundervolle Skurrilität, die in allem und allen das Menschliche zum Vorschein bringt.

Auf was ich hoffe: Eine zweite Staffel ist laut Ricky bereits in Arbeit, dabei ist die Story von Tony im Grunde bereits erzählt. Ich hoffe also, dass Gervais einen guten Twist findet, damit auch die nächsten sechs Folgen so wunderbar funktionieren.

 


 

Agent Carter

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Wir schreiben das Jahr 1946: Agent Peggy Carter ist Geheimdienstagentin, verliert erst ihren Freund Steve Rogers (Captain America) und muss sich dann mit allerlei testosteron-geschwängerten Howard-Stark-Attitüden in ihrem vorwiegend männlichen Umwelt herumschlagen. Mir hat die Mischung aus Comic-Crossover, Nachkriegszeit-Action, Screwball-Elementen und erwachendem Feminismus total gut gefallen.

Auf was ich hoffe: Leider waren die Produktionskosten hoch und die Quoten mies. Also hat Marvel nach Staffel 2 den Stecker gezogen. Daher erhoffe ich mir eigentlich nicht viel, außer dass der Cliffhanger am Ende von Staffel 2 nicht zu fies ist…

 


 

American Gods

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Aaaaaah, ich bin so zwiegespalten! Auf der einen Seite will ich immer alles von Gaiman lesen und sehen. Auf der anderen Seite bleibe ich oft ein wenig ratlos und manchmal auch enttäuscht zurück. Möglicherweise sind ja auch meine Erwartungen daran schuld. In diesem Fall war es wieder so, sowohl was das Buch betrifft als auch die Serie: 10 Folgen mit tollen Schauspielern, abgefahrenen Settings und jeder Menge bizarren Elementen. Klingt grundsätzlich gut! Aber das Erzähltempo ist recht langsam, die Story an sich fesselt nur bedingt und die Nähe zu den Figuren stellt sich bei mir (noch) nicht ein.

Auf was ich hoffe: Dass Staffel 2 aufs Gaspedal drückt und sich bei mir der Schalter umlegt.

 


 

Brooklyn 99

Letzte gesehene Staffel: 6

Was mir gefällt: Über 120 Folgen bislang und es wird einfach nicht langweilig. Immer wieder erstaunlich, wie viel Handlung und Gags in die knapp 20 Minuten reingestopft werden. Es gibt keinen Charakter, den man nicht auf eine spezielle Art und Weise liebgewonnen hat. Brooklyn 99 ist wie Eis im Sommer: es passt immer.

Auf was ich hoffe: Dass eine siebte Staffel kommt und tataaaaa, sie wurde offiziell bestätigt. Check!

 


 

Gotham

Letzte gesehene Staffel: 2 (mittendrin)

Was mir gefällt: Der bodenständige Film-Noir-Touch, der das Übernatürliche weitestgehend aus Gotham fernhält und sich auf Gangster, individuelle Charakterentwicklungen und menschliche Abgründe konzentriert. Die nötige comichafte Skurrilität durch die langsam erwachenden (durchgeknallten) Schurken ergänzt die Serie perfekt.

Auf was ich hoffe: Dass Gotham seinen Stil beibehält und nicht irgendwann auf den Over-the-top-Popcorn-Zug aufspringt und die Bösewichte mit ihren Superpowers alles niederstampfen (inkl. einer guten Storyline).

 


 

Lucifer

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Wie durch pointierte Dialoge und gelungenes Casting eine extrem charmante Unterhaltung wird.Klar, es ist im Grunde die One-Man-Show des brillanten Tom Ellis, dem die Rolle von Lucifer Morningstar wie auf den Leib geschrieben ist.Deswegen wäre nichts Schlimmer und Verwerflicher, als die Serie nicht im Originalton zu schauen!

Auf was ich hoffe: Seit fast zwei Jahren hänge ich in der zweiten Folge der zweiten Staffel fest. Das muss sich ändern.

 


 

Modern Family

Letzte gesehene Staffel: 9

Was mir gefällt: Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll? Diese Familienserie ist einfach so gut und so lustig. So überdreht und überzogen und doch so nah an unserem Alltagswahnsinn. Ich habe Modern Family auf Deutsch begonnen und kann einfach nicht mehr umschwenken. Es ist eine dieser Ausnahmen, bei der mir die deutschen Stimmen tatsächlich deutlich besser gefallen als die Originalstimmen (vor allem Phils).

Auf was ich hoffe: Es ist bereits angekündigt, dass Modern Family mit Staffel 11 zu Ende geht. Also hoffe ich auf ein liebevolles Happy End, das keine Fragen offen lässt.

 


 

New Girl (beendet)

Schmidt avancierte irgendwann zum absoluten Liebling und zum besten Charakter der Show, während die endlosen Wirrungen rund um Jess und Nick mich als Zuschauer zu ermüden begannen. Mit Staffel 7 kam dann das im Grunde zufriedenstellende wenn auch etwas gewollte Ende einer tollen Comedyserie. Und das war okay so. Aber man hätte New Girl auch locker ein bis zwei Staffeln eher beenden können.

 


 

Once upon a time

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Ich hatte und habe meine Probleme mit Hauptdarstellerin Jennifer Morrison, die ich persönlichals Hauptfigur einfach nicht sympathisch genug finde. Deswegen war trotz der genialen Idee und einer total guten ersten Staffel danach erstmal Sendepause für mich. Aber ich weiß, Schneewittchen & Co warten auf mich…

Auf was ich hoffe: Auf weitere sechs Staffeln bis zum Finale und auf märchenhafte Unterhaltung.

 


 

Outlander

Letzte gesehene Staffel: 3 Folgen

Was mir gefällt: Ich habe die ersten drei Folgen vor unserem Schottland-Urlaub gesehen und war vom Set-Design und der traumhaften Kulisse begeistert. Dennoch haben wir danach nicht mehr weitergeschaut. Woran es genau lag, weiß ich gar nicht. Aber irgendwie gibt einfach zu viel andere Serien, die immer wieder Vorrang erhalten.

Auf was ich hoffe: Dass ich mich entscheide, ob ich der Serie nochmal eine richtige Chance gebe oder ob sie aus meiner Watchlist verschwindet.

 


 

Sex Education

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Wow, was für eine Überraschung! Nichts erwartet und dann so überrascht zu werden, das war schon klasse. Die Geschichte rund um erste Liebe, verkopfte Sexualität und gestörte Familiendynamiken ist so bitterschön und witzig erzählt, dass ich es kaum glauben wollte, als nach nur acht Folgen die Staffel schon beendet war.

Auf was ich hoffe: Auf Staffel 2, auf was denn sonst!?

 


 

Spuk in Hill House (beendet)

Die mittlerweile dritte Verfilmung des Gruselromans von Shirley Jackson streckt sich dieses Mal über 10 Folgen und ist eine raffinierte Mischung aus Familiendrama und Geisterhaus-Thriller. Über das Ende mag man diskutieren wollen, aber keinesfalls darüber, dass die Serie sich sehr schön langsam und schaudernd aufbaut und gekonnt für wachsende Gänsehaut sorgt.

 


 

Stranger Things

Letzte gesehene Staffel: Folge 3

Was mir gefällt: Ich weiß, ich weiß, die Serie ist toll. Und als Kind der 80er und Fan von gruselig-spannenden Jugendabenteuern ist es eigentlich auch genau mein Ding. Dennoch bin ich bislang nicht über die ersten drei Folgen hinausgekommen, obwohl die ersten zwei Staffeln ja zusammen nur 17 Folgen haben.

Auf was ich hoffe: Auf einen Tritt in den Hintern, um die nächsten Folgen in einem Rutsch wegzusuchten.

 


 

Supenatural

Letzte gesehene Staffel: 13

Was mir gefällt: Saving people, hunting things, the familybusiness! Immer und immer wieder retten Sam und Dean die Welt und sich selbst und so manchen Fernsehabend, an dem man erst nicht wusste, was man schauen soll… Die Plots zitieren sich schon lange nur noch selbst. Die absurde Anzahl an Wiederauferstehungen von Haupt- und Nebenfiguren ist auch nicht mehr zu überblicken. Warum also schaltet man immer noch zur nächsten Staffel ein? Weil Supernatural mittlerweile einfach zur Familie gehört: Saving people, hunting things, the familybusiness!

Auf was ich hoffe: Staffel 15 wird die letzte sein und eine Ära geht zu Ende! Ich kann es kaum erwarten und bin absolut gespannt, wie die Macher die Serie enden lassen werden…

 


 

The Expanse 

Letzte gesehene Staffel: 2 (mittendrin)

Was mir gefällt: The Expanse erinnert mich an eine Mischung aus Babylon 5 und dem Reboot von Battlestar Galactica: Ein atmosphärischer Sci-Fi-Retro-Look mit geschlossenem Setting und allerlei Intrigen. Das alles mit richtig guten Effekten versehen und natürlich der klassischen unheimlichen Bedrohung im Hintergrund.

Auf was ich hoffe: Dass Miller irgendwann zurückkehrt.

 


 

The Man in the High Castle

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Okay, ich gebe es zu. Ich hätte nicht gedacht, dass die Serie so gut ist. Interessante Twists und Anspielungen, tolle Kulissen und ein Hauch von Sci-Fi. Rufus Sewell stiehlt ganz klar allen anderen die Show und ich bin gespannt, was mit seiner Figur John Smith noch passieren wird.

Auf was ich hoffe: Auf das Gute im Menschen.

 


 

The Marvelous Mrs. Maisel

Letzte gesehene Staffel: 2

Was mir gefällt: Der Anfang der Serie. Der gefällt mir am besten. Ein genialer Start: witzig, pointiert, kritisch, spannend. Leider flacht mit Staffel 2 vieles ab. Der Mittelteil im Feriencamp streckt sich ewig und die Folgen plätschern dahin. Außerdem verwässert sich der emanzipatorische Aspekt zusehends und Miriams dämlicher Ex-Mann wird immer nerviger und soll (vermutlich) trotzdem die Sympathien der Zuschauer gewinnen?! Vielleicht soll der äußere Stillstand in der Dramaturgie auch den inneren Stillstand von Miriam zeigen, die nicht weiß, welchen Weg sie nun einschlagen soll. Aber das ging nach hinten los.

Auf was ich hoffe: Dass Staffel 3 den verloren gegangenen Esprit wieder einfängt.

 


 

The Sinner

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Raffiniertes, kammerspielähnliches Psycho-Drama, bei dem man die ganze Zeit neue Theorien aufstellt, nur am zum Schluss doch überrascht zu werden. Hat mich stark gefesselt, auch wenn ein großes Plot Hole (Phoebes Verschwinden) in der Auflösung für einen etwas faden Nachgeschmack sorgt.

Auf was ich hoffe: Die Story von Jessica Biels Charakter ist erzählt. Kann Detective Ambrose uns ein zweites Mal bei Laune halten?

 


 

The Walking Dead

Letzte gesehene Staffel: 9

Was mir gefällt: Tatsächlich hat sich die Serie trotz ihres hohen Bodycounts an Hauptfiguren immer weiterentwickelt. Die Gemeinschaft veränderte sich (bis auf den harten Kern rund um Rick) und mit Alexandria und den anderen Siedlungen entstand wieder sowas wie Hoffnung auf eine neue Zivilisation. Diesen Neuaufbau von gesellschaftlichen Strukturen inmitten von Zombie-Chaos und menschenverachtendem Darwinismus hätte ich gerne miterlebt. Stattdessen kämpfte man ewig gegen die Savoirs und dann kam der Abschied von mehreren essentiellen Identifikationsfiguren der Serie sowie mal wieder die nächste alles in den Schatten stellende Bedrohung (die Flüsterer). Das ist schade und stillt meinen Durst nach Staffel 10 leider etwas.

Auf was ich hoffe: Auf ein würdiges Ende der Serie, damit sie sich nicht totreitet.

 


 

Westworld

Letzte gesehene Staffel: 1

Was mir gefällt: Westworld hat mich gepackt und es war blutig, hart und spannend. Das bereits klassische Dilemma bzw. die Frage, ob Maschinen Gefühle haben können oder nicht, beherrscht die Science-Fiction seit jeher. Auch hier ist der Zuschauer natürlich dazu genötigt, die Maschinen wie Menschen zu betrachten, obwohl sie ständig neu gebootet werden können. Ansonsten hätten wir keine Identifikationsmöglichkeiten und die Maschinen hätten keine Motivationen. Aber nach dem ersten Serienfinale sind einige Logikfragen offengeblieben (das Labyrinth?).

Auf was ich hoffe: Dass es kein metaphysisches LOST-Dilemma gibt, bei dem am Ende nichts richtig Sinn macht.

 


 

Und dann gibt es da noch…

Sie sind noch immer ungesehen und lümmeln sich ungeduldig in der Watchlist des einen oder anderen Streaming-Dienstes. Doch unsere Zeit auf Erden ist begrenzt und man kann ja nicht alle Serien sehen…oder?

 

Doctor Who

Das Ende von Capaldi und alle Specials und Folgen rund um den neuen (weiblichen) Doktor.

 

Downton Abbey

Jaaaa, ich weiß… immer noch nicht geschaut.

 

Star Trek – Discovery

Eigentlich ein Pflichtprogramm, weil ich bisher nur Gutes gehört habe – selbst von eingefleischten Trekkies.

 

Future Man

Der Trailer macht einfach Laune…

 

It's just me (or at least a 21st century version of me)

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