365 Tage Deeprock

365 Tage Deeprock
Dezember 31, 2019 Andreas Gloge

365 Tage Deeprock – die Stadt, die im ewigen Nebel versunken liegt, die niemand verlassen kann und die niemals schläft. Aus einer kleinen Schreibübung ist ein vielschichtiges Kaleidoskop aus Story-Fragmenten, Charakteren, Bildern, Orten, Ritualen, Gegenständen, Ereignissen, Absurditäten und kleinen Insiderwitzen geworden, die zumindest mein ältester Freund regelmäßig verstanden hat (schließlich wurde er sogar in Deeprock verewigt)…

Ein ganzes Jahr lang habe ich jeden Tag einen Eintrag gepostet – 365 Tage mit exakt 365 Zeichen pro Eintrag – sei es direkt nach dem Aufstehen oder spät in der Nacht, sei es verschnupft vom Krankenbett aus oder total entspannt bei einer automatisierten Fußmassage am Singapurer Flughafen.

365 Tage
365 Einträge
365 Zeichen

Deeprock war ein Jahr lang fester Bestandteil meines Alltags. So wie Zähneputzen und Kaffee am Morgen. Ich werde es vermissen.

Mir hat dieses Projekt vom ersten Eintrag an sehr viel Spaß gemacht. Alles war erlaubt, alles war möglich. Jeder noch so skurrile Gedankenfetzen konnte seinen Weg in die Stadt finden – oder eben auch nicht. Und letztendlich hing trotz aller Fragmentierung auch alles miteinander zusammen, so wie im richtigen Leben. No man is an island und no Eintrag in Deeprock is an island, wenn man es denn so will und genügend Zeit und Phantasie aufbringen mag, die Verbindungen in der Stadt zu suchen, zu finden und zu verknüpfen.

Unabhängig von den Ereignissen in Burg Clifford oder Klingsors dunklem Vorhaben begleiten mich in meinen Gedanken noch immer die Geschicke rund um die verschwundenen Astronomen und ihre Tochter, die rigorosen Pläne der Alchimisten, die Abenteuer von Al Kharmir Turabah, die Intrigen der Lady Madeleine, das Erwachen der Einen oder das Schicksal von Tinek Winterherz…

Aber auch noch unerforschte nebelverhangene Gassen, so manch verschlossene Tür oder Kreaturen und Gestalten, die nur kurz in Erscheinung getreten sind, haben womöglich eine ganz eigene, faszinierende Geschichte zu erzählen. Vielleicht kehre ich also eines Tages nochmal nach Deeprock zurück, um mehr zu erforschen und mehr zu erzählen, über all das, was noch immer im Nebel verborgen liegt.

Wie hat es euch gefallen?
Welches Artefakt würdet ihr gerne besitzen?
Schon mal versucht, die Stadt zu kartografieren?
Über welche Figur würdet ihr gerne mehr erfahren?
Wo würdet ihr gerne wohnen und wo auf keinen Fall?
Was hat euch amüsiert, verwirrt oder ins Grübeln gebracht?

Danke an alle, die mir in den vergangenen zwölf Monaten hilfreiches Feedback gegeben haben. Danke fürs Lesen und all die positiven Rückmeldungen. Und natürlich Danke an Martina, die mit ihren spannenden Fragen und wachsamen Augen jeden Eintrag besser gemacht hat.

Wer Deeprock bislang noch nicht besucht hat, dem stehen die Tore nach wie vor immer offen. Doch seid gewarnt, denn wer die Stadt einmal betreten hat, der kann sie nie wieder verlassen…

365 Tage Deeprock Blogbild einer Treppe in der Stadt

It's just me (or at least a 21st century version of me)

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